Additive Fertigung - CT-Prüfung | iWP
Normung und Anwendung der industriellen Computertomographie bei additiv gefertigten metallischen Bauteilen
Die Additive Fertigung (Additive Manufacturing, AM) verändert die Entwicklung und Herstellung sicherheitsrelevanter metallischer Bauteile grundlegend. Verfahren wie Laser Powder Bed Fusion (LPBF), Directed Energy Deposition (DED) oder Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) ermöglichen komplexe Geometrien, funktionsintegrierte Strukturen und erhebliche Materialeinsparungen. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen hinsichtlich Werkstoffqualität, Prozessstabilität und normgerechter Qualitätssicherung.
Konventionelle zerstörungsfreie Prüfverfahren wie Ultraschall oder zweidimensionale Durchstrahlungsprüfung stoßen bei additiv gefertigten Bauteilen häufig an ihre Grenzen. Innere Kühlkanäle, Gitterstrukturen, komplexe Geometrien oder lokal verteilte Porosität lassen sich oftmals nur eingeschränkt bewerten.
Die industrielle Computertomographie (CT) bietet hier einen entscheidenden Mehrwert. Sie ermöglicht die vollständige dreidimensionale Erfassung der inneren und äußeren Geometrie, die quantitative Analyse von Porosität und Bindefehlern sowie die Maßprüfung mittels CAD-Soll-Ist-Vergleich. Damit entwickelt sich die CT zunehmend zu einem Schlüsselverfahren für Entwicklung, Fertigung, Qualifizierung und Lebensdauerbewertung additiv gefertigter metallischer Bauteile.